Fragen an Birgit Zauner

Heute erreichte mich eine Rückfrage der Schwäbischen Zeitung (Redaktion Friedrichshafen) zu meiner Kandidatur. Hier meine Antworten:

Warum haben Sie sich entschlossen, gegen Martin Hahn anzutreten?

Demokratie lebt vom Mitmachen. Ich sehe meine Kandidatur als Mehrwert für die Mitglieder, die eine echte Wahl haben. Als Beleg für gelebte Demokratie. Unsere Gesellschaft lebt von, mit und durch ihre Vielfalt. Die Wahl zwischen verschiedenen Optionen ist ein wesentliches Kennzeichen unserer freiheitlichen Gesellschaft. Genau deshalb ist es so wichtig, ein breites Spektrum an grünen Menschen und Themen im Bodenseekreis zu zeigen. Als Teil eines solchen Angebots verstehe ich meine Kandidatur für die Nominierung am 19. März. Wenn ich gegen etwas an- und eintrete, dann sind das Politikverdrossenheit und Demokratiefeindlichkeit.

Mich bewegen und motivieren derzeit vor allem die Angriffe auf unsere Demokratie. Ich stehe mit meinem Programm für Haltung statt Spaltung und setze mich mit meinen Themen für gesellschaftlichen Zusammenhalt ein. Unser Land ist seit 30 Jahren wiedervereint. Heute gilt es mehr denn je dafür zu sorgen, dass unsere gesamte Gesellschaft unteilbar ist. Auch der Klimaschutz muss zu einer gemeinsam getragenen Aufgabe werden. Meinen Beitrag dazu will ich direkt in meiner Heimat am Bodensee leisten.

Flurfunkgespräche besagen, dass Ihre Kandidatur die weiblichen Wähler auf zwei Kandidatinnen teilen soll und somit Martin Hahn mehr Chancen habe. Was sagen Sie dazu?

Es geht nicht um Chancen, sondern um drei Menschen mit drei grundverschiedenen Profilen. Tatsache ist: Ich stehe für mich und meine Vorstellungen von Zusammenhalt und Zukunft  im Bodenseeraum. Geradlinigkeit und ein fairer Wettbewerb sind für mich selbstverständlich. Das wissen auch meine grüne Parteifreundinnen und -freunde. Haltung statt Spaltung ist meine tiefe Überzeugung.

Eine weitere „Geschichte“ erzählt von internen Streitigkeiten bei den Bodenseekreis-Grünen. Was ist da dran?`

Wir stehen für eine lebendige Demokratie. Dazu gehört auch immer das Ringen um die beste Lösung. Innerparteilich beschäftigen uns aktuell Wachstumsschmerzen, denn die Grünen entwickeln sich enorm. Seit meinem Beitritt hat sich die Mitgliederzahl mehr als verdoppelt. Die Kommunalwahl hat uns zusätzlichen Auftrieb gegeben. Im Bodenseekreis sitzen inzwischen 63 grüne oder grün-nahe Menschen in den Gemeinderäten, davor waren es 34.

Aus diesem Wachstum ergeben sich neue Aufgaben für unsere kreisweite und interkommunale Parteiorganisation, denn es geht immer darum, alle mitzunehmen. Wir Kreisgrüne setzen deshalb verstärkt auf moderne Arbeits- und Austauschformate.  Unser erweiterter Vorstand verteilt das operative Parteigeschäft auf mehr Schultern. Unser kürzlich installierter Kreisausschuss unterstützt den Vorstand und die bessere Vernetzung unter den mittlerweile zehn Ortsverbänden.

Mitgliederstand 6. März 2020: 340

  • Zuwächse in den letzten Jahren
  • 2017: 20
  • 2018: 33
  • 2019: 74!!
  • 2020: bereits 34!

(Quelle: Kreisgeschäftsstelle Bündnis 90/ Die Grünen Bodenseekreis)

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